Eine Quelle für Verkaufserfolge mit Internet Marketing und dem Lösen von Burn Out- Ohnmachts und Angst Gefühlen


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Dieser Blog erreicht dich mit Gedanken Anstössen wie eine Billiardkugel, trifft dich oder verfehlt dich, kann Reaktionen auslösen und Verhalten ändern. Selbstwert, Selbstvertrauen und Bewusstsein ist das Ziel. Was ist das Leben mit zuwenig davon, in der Beziehung, Gesundheit, Beruf oder im Verkauf. Die Kugeln stehen in einer Beziehung zueinander wie wir Menschen, nur im Zusammenspiel ensteht das Leben. Ich lade dich ein zur Inspiration ;-)

Angst – Mein Freund und Helfer!

Angst ist ein elementarer Bestandteil unserer Entwicklung und unseres Lernens. Angst zeigt uns wo genau in unserem Leben noch Lernbedarf besteht. Die aktuelle Gehirnforschung zeigt wie wichtig Situationen, welche Angst erzeugen, in unserem Leben für die Entwicklung unseres Gehirns und damit unserer Verhaltensweisen sind. Ohne Angst würde unser Gehirn gleich funktionieren wie das der Saurier, die nicht in der Lage waren sich an die verändernden Umweltbedingungen anzupassen.

 

Was ist Angst und was löst diese aus?

Angst ist in erster Linie ein Gefühl, wie Trauer, Freude, Wut und Liebe. Es scheint aus der Bauchgegend zu kommen und pflanzt sich je nach Stärke rasend schnell im ganzen Körper aus.

AngstStellen Sie sich folgende Situation vor:  eine gefährliche Situation im Straßenverkehr, das Warten vor einer Prüfung, eine Rede vor vielen Menschen – das Herz beginnt wie wild zu klopfen und man spürt wie es einem den Magen zusammenzieht, spürt eine Enge in der Brust.  Angst kann man, wie beschrieben, körperlich fühlen und auch wahrnehmen.

Angst kann nicht nur durch gefährliche oder unangenehme Situationen oder aufgrund von Sorgen auftreten, sie kann auch durch Erkrankungen, wie etwa einer Überfunktion der Schilddrüse oder einer Herzerkrankung, ausgelöst werden.

Der Mensch ist auch das einzige Säugetier, welches in der Lage ist durch seine assoziativen Fähigkeiten sich ein Szenario vorzustellen. Nur durch diese Vorstellung ist der Mensch schon in der Lage Angst zu empfinden. Wie oben beschrieben haben wir uns die Situationen ja nur vorgestellt. Das allein reicht in vielen Fällen schon aus mehr oder weniger Angst bei uns auszulösen.

Der gesamte Erfahrungsschatz in der Entwicklung des Menschen ist durch das Verhalten anderer Menschen geprägt. Demnach sind beim Menschen soziale Konflikte die wichtigsten und häufigsten Auslöser von Angst.

Unangenehmes Erlebnisse aus der Vergangenheit beleibt ebenfalls für lange Zeit im Unterbewusstsein gespeichert und führen dazu, dass man bei ähnlichen Situationen mit massiver Angst reagiert wird. Dies kann ebenfalls zu einer unkontrollierten Belastung führen.

Der Körper reagiert auf Angst mit einer Stressreaktion: das Herz schlägt schneller, die Muskeln spannen sich an. Je stärker die Belastung, desto ausgeprägter die körperliche Reaktion.

 

Warum haben wir Angst?

Wir fühlen uns am wohlsten wenn wir in einer gewohnten, sicheren Harmonie leben und unsere Bedürfnisse weitestgehend erfüllt sind.

Wir leben allerdings in einer Welt die recht wenig Rücksicht nimmt auf unsere Bedürfnisse nach Stabilität und Vorhersehbarkeit und Sicherheit. Wir werden regelmäßig, und das schon von Geburt an, Situationen ausgesetzt, die diese Harmonie mehr oder weniger heftig stören.

Wir nehmen also eine Veränderung in unserer Umwelt wahr oder stellen uns diese vor (was im Urlaub nicht alles passieren kann) und schon kommt dieses unangenehme Gefühl der Angst angeschlichen und macht sich in uns breit. Die Alarmglocken im Gehirn gehen an. Wir fangen sofort an verzweifelt nach einer Lösung zu suchen, einer Verhaltensstrategie mit der wir die Bedrohung wieder in den Griff bekommen können.

 

Wie äußert sich Angst?

Angst besteht aus mehreren Komponenten und Reaktionen

  1. Der Körper reagiert mit Herzrasen, Schwitzen, „Kloßgefühl“ im Hals, Magen-Darm-Beschwerden oder Schluckstörungen.
  2. Gedanklich wird das Gehirn nach geeigneten Lösungsvarianten im eigenen Verhaltensspeicher abgesucht um die Harmonie wieder herzustellen und die Aktion vorbereitet
  3. Ein bestimmtes Verhalten wird gesetzt – Vermeiden, Flucht oder ignorieren.
  4. Wirkt unser Verhalten positiv und das Problem löst sich, dann reduziert sich das Angst Gefühl wieder und verschwindet
  5. Wirkt unser Verhalten nicht wie erwartet, dann reagiert der Körper mit einer unkontrollierten Stressreaktion

 

Was bewirkt die Angst in unserem Körper?

Nehmen wir eine Veränderung in der Umwelt, die wir nicht kennen, wahr dann gehen im Gehirn die Alarmglocken an und der Körper reagiert mit einer Stressreaktion. Das Gehirn schüttet Botenstoffe ins Blut aus worauf die Nebennieren Hormonstoffe abgeben und den ganzen Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Sofort suchen wir in unserem Erfahrungsschatz nach einer geeigneten Verhaltensstrategie um die Bedrohung wieder in den Griff zu bekommen. Wenn wir eine finden beruhigt sich der Alarm wieder und wenn wir diese anwenden und den erwünschten Erfolg bringt wird der Alarm wieder abgeschaltet, wir freuen uns und atmen mal tief durch. Schwein gehabt.

Tritt eine Situation auf die wir jedoch noch nie hatten und wir finden auch keine geeignete Gegenstrategie, dann nimmt der Alarmzustand im Körper weiter zu, wir verlieren die Kontrolle über die Situation. Jetzt gehen zum Alarm auch noch die Sirenen an, die Notfall Strategien Kopf in den Sand stecken oder einfach alles ignorieren funktioniert auch nicht mehr.

Der Körper schickt ein weiteres Stresshormon in den Körper, aus der anfänglichen Angst wird Verzweiflung, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Wir spüren wie uns die Situation die Kraft nimmt, spüren eine innere Unruhe und sind gelähmt zugleich. Es bildet sich eine unkontrollierte Stressreaktion im Körper aus.

Wird die Notfallsituation zur Dauerreaktion, brennen irgendwann im Körper die Sicherungen ganz durch. Es kommt zu stressbedingten Krankheiten die in weiterer Folge tödlich enden können, beispielsweise aufgrund der unterdrückten körpereigenen Abwehrkräfte.

 

Strategien im Umgang mit Angst

Der am häufigsten eingeschlagene Weg mit der eigenen Angst umzugehen ist der sie einfach zu ignorieren. Einfach alles nicht wahrzunehmen was Angst auslösen könnte. Hier sind vor allem Männer wahre Meister darin alles was Angst auslösen könnte zu ignorieren.

Diese Strategie funktioniert auch eine gewisse Zeit, solange bis eine Situation auftritt die völlig außerhalb des Erfahrungsschatzes des jeweiligen Menschen liegt.

Der Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur besseren Bewältigung von Problemen ist im Laufe des Lebens eine der Möglichkeiten auftretende Stressreaktionen kontrollierbar zu halten. Dahingehend ist jede Angst und die damit verbundene Stressreaktion eine Möglichkeit zu lernen und auch zu wachsen. Die Angst und die damit einhergehende Stressreaktion ist also der Lenker in der Entwicklung des Gehirns.

Eine zweite Möglichkeit mit Angst umzugehen ist es jemanden um sich zu haben dem man vertraut. Alleine das Gefühl das jemand da ist, der einem im Angstfall zu Seite steht, das man nicht alleine ist, führt dazu, dass die Angst verschwindet und die Stressreaktion angehalten wird. Stressforscher haben somit das effektivste Gegenmittel gegen Angst gefunden.

Es ist dabei nicht einmal zwingend notwendig, dass die entsprechende Person direkt neben uns physikalisch anwesend ist. Es reicht meist schon aus zu wissen das es eine Person gibt, die alles was in seiner Macht steht tun wird, um uns zu helfen wenn es notwendig ist. Manchmal reicht auch schon ein Tier mit dem wir sprechen können, manchmal sogar Musik oder ein anderer Gegenstand zu dem wir eine besondere Beziehung haben. Etwas woran wir festhalten können. Auch der Glaube an eine höhere Macht hilft hier nachweislich entscheidend.

Das am besten geeignete Gefühl gegen die Angst resultiert aus all den erwähnten Dingen und Gefühlen und nennt sich „Liebe“

„Die Angst klopfte an die Türe – als die Liebe aufmachte, war niemand da“

Die Schwierigkeit irgendeine Person oder einen Gegenstand zu „brauchen“ gegen die Angst hat einen entscheidenden Nachteil, sie könnte uns weggenommen werden. Taucht so jemand auf der uns die Person oder den Gegenstand wegnimmt, den wir so dringend brauchen gegen unsere Angst, dann entsteht daraus Hass. Es kommt die Angst, das zu verlieren was wir lieben und brauchen.

Hier entsteht ein Kreislauf der Angst, unvollständige Liebe erzeugt im Verlustfall Hass, Wut, Aggression und Feindschaft ja Krieg und damit neue Angst auf seiten derer, gegen die sich der Hass richtet.

Deshalb kann die Angst auf dieser Welt erst dann verschwinden, wenn irgend wann einmal alle Menschen in ihrer Kindheit schon lernen alles was sie umgibt zu erkennen, zu verstehen und auch lieben zu können. Damit kann einem auch nichts weggenommen werden.

 

Angst ist ein Auslöser für Stressreaktionen aufgrund von auftauchenden Situationen im Umfeld welche wir in der Form noch nicht kennen oder uns einfach blühend vorgestellt haben.

Die körpereigene Reaktion auf Angst ist eine kontrollierbare Stressreaktion, wenn wir lernen und neue Verhaltensmuster finden, die geeignet sind die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Ist das nicht möglich, etabliert sich im Körper eine unkontrollierbare Stressreaktion, welche bei lang anhaltender Situation fatale, ja sogar tödliche Folgen haben kann.

Quelle: Prof. Dr. Gerald Hüther – Biologie der Angst

Alexander Nachbaur

Alexander Nachbaur

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